27. Süddeutscher Kirchenarchivtag 2018

Zum 27. Mal – dieses Mal auf Einladung des Zentralarchivs der EKHN in Darmstadt  – treffen sich die Mitarbeitenden der süd- und ostdeutschen kirchlichen und diakonischen Archive am 4./5. Juni 2018 zu ihrem jährlichen kollegialen Erfahrungs- und Gedankenaustausch. Das Programm findet sich hier:

Programm der 27. Tagung der süddeutschen Kirchenarchive

4./5. Juni 2018 in Darmstadt

Tagungsort: Ev. Regionalverwaltung Starkenburg-Ost, Hügelstr. 89, 64283 Darmstadt
In Laufnähe vom Zentralarchiv (ca. 10 min zu Fuß).

Organisation: Zentralarchiv der EKHN, zentralarchiv@ekhn-kv.de, 06151 / 405-685

Montag, 4. Juni 2018:

13.30 h                 Eintreffen der Teilnehmenden, Begrüßungskaffee

14.00 h                 Begrüßung

Siglind Ehinger und Holger Bogs – Archivgut diakonischer Einrichtungen in landeskirchlichen Archiven. Erfahrungen, Problemlagen und Strategien

kurzes Durchlüften

(ca. 15.00 h) Birgit Hoffmann – „Strategiepapier“ – Bericht zu Sachstand und Perspektiven

Moderation: Bettina Wischhöfer

15.45 h                 Kaffeepause

16.00 h                 Henning Pahl – Archivrecht, Datenschutz und archivische Praxis

Moderation: Sabine Hübner

17.00 h                 Ende Thematischer Teil

17.45 h                 Treffen auf dem Marktplatz zur Führung über die Mathildenhöhe mit Nikolaus Heiss

ab 19.00 h           Abendessen Restaurant „Bockshaut“ auf Einladung des Zentralarchivs

 

Dienstag, 5. Juni 2018:

8.30 h                   Andacht in der benachbarten Friedenskirche (Pfr. Camphausen)

9.00 h                   Fortsetzung Themenfeld „Pfarrarchivpflege“

Hannelore Schneider – Partner in der Not – Erhaltung der Pfarrarchive und Pfarrbibliotheken  Arbeitsbericht

Udo Wennemuth / Johanna Wohlgemuth – Das badische Modell zur Pfarrarchivpflege. Entwicklung und erste Erfahrungen.

Moderation: Ute Dieckhoff

10.30 h                 Kaffeepause

10.45 h                 Fortsetzung Themenfeld „Ehrenamt“
Andreas Metzing – Zusammenarbeit von kirchlichen Archiven und genealogischen Vereinen. Möglichkeiten? Grenzen? Gefahren?

Moderation: Holger Bogs

11.45 h                 Rückblick, Ausblick auf die nächste Tagung

ca. 12.30 h          Abschluss

anschl. Gelegenheit zum gemeinsamen Mittagessen (Selbstzahler)
danach Gelegenheit zur Besichtigung des Helmut-Hild-Hauses

Programm (PDF)

Anfahrtinformationen zum Tagungsort:

https://goo.gl/maps/Y9Z3XwxoDFs

Gegenüber der Regionalverwaltung befindet sich ein großer, allerdings unbefestigter Parkplatz.

Mit ÖPNV: Ab Hauptbahnhof mit Straßenbahnlinien 1, 2, 5 bis Haltestelle Rhein-Neckarstraße,
Fußweg in südlicher Richtung bis zur Hügelstraße.

Eine Drehscheiben-Aktion der evangelischen Kirchenarchive in Hessen

Archive – spannend authentisch einzigartig unverzichtbar

Das Zentralarchiv der EKHN in Darmstadt und das Landeskirchliche Archiv Kassel der EKKW haben gemeinsam eine Drehscheibe entwickelt, die schlagwortartig ihre Qualitäten an’s Licht bringt, oder besser gesagt, in’s Sichtbare dreht. Die beiden evangelischen Kirchenarchive wenden sich mit dem Give-a-way an alle Geschichts- und Kulturinteressierten, auch an die, die es noch werden wollen. Sie  werben niederschwellig mit dem Slogan „Besuchen Sie uns … wir freuen uns auf Sie! Ihre Kirchenarchive in Hessen“

Beide Archive sind seit 2010 in das Verzeichnis national wertvoller Archive aufgenommen (www.kulturgutschutz-deutschland.de): „Wir sind national wertvoll. Unser Angebot: Kulturerbe und Geschichte(n) vor Ort.“

Die zu erdrehenden Begriffe wurden möglichst umgangssprachlich gehalten, auf Fachbegriffe wie „unikal“ oder „systemrelevant“ oder „kontinuierliche Überlieferung“ ist bewußt verzichtet worden.

Die Drehscheibe kam erstmals im Rahmen der Jahresversammlung der Hessischen Kirchengeschichtlichen Vereinigung am 4. Mai 2018 in Hanau zum Einsatz, mit gutem Erfolg und positiven Rückmeldungen. Auf dem 27. Süddeutschen Kirchenarchivtag (4. und 5. Juni 2018 in Darmstadt, ausgerichtet vom Zentralarchiv der EKHN) wartet der nächste Auftritt.

(Bettina Wischhöfer)

 

Erschließungsrichtlinie der Nordkirche

Das Landeskirchliche Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland hat seit dem 1. Februar 2018 eine Erschließungsrichtlinie. Sie ist auch auf der Internetseite des Landeskirchlichen Archivs veröffentlicht und steht dort zum Download bereit (Link).

Aus dem Vorwort von Dr. Annette Göhres:erschnk18
Die Aufgabe der Erschließung ist mit einer sehr hohen Verantwortung verbunden. Jede falsche oder ungenaue oder auch uneinheitliche Angabe kann dazu führen, dass Informationen nicht gefunden werden oder nicht richtig eingeordnet werden. Es kann passieren, dass Archivgut unnötigerweise ausgehoben wird. Das kostet nicht nur Zeit, sondern ist auch aus Gründen der Bestandserhaltung kritisch zu sehen.
Die dieser Erschließungsrichtlinie zugrunde liegenden Standards sind
– ISAD (G)- International Standard Archival Description (General)1
– ISAAR CPF- Internationaler Standard für archivische Normdaten2

Die vorliegenden Erschließungsrichtlinien sollen dabei helfen, eine einheitliche, sorgfältige und transparente Arbeitsweise durchzuführen. Damit wird eine kontinuierliche und gleichmäßige Qualität der Erschließung sichergestellt. Die Erschließungsrichtlinien berücksichtigen dabei neueste Entwicklungen und Standards im Bereich der archivischen Erschließung und werden regelmäßig evaluiert und angepasst.

Info:
Erschließungsrichtlinie des Landeskirchlichen Archivs
Stand: Dezember 2017
Redaktion: Julia Brüdegam
Herausgegeben vom
Landeskirchlichen Archiv
Winterbeker Weg 51
24114 Kiel
Tel. 04 31 / 64 98 6 – 0
Fax 04 31 / 68 08 36
kiel@archiv.nordkirche.de
www.archivnordkirche.de

 

 

 

28. Norddeutscher Kirchenarchivtag 2018

12./13.4.2018 im Domstift Brandenburg

Die diesjährige „Nordschienentagung“ wird im Domstift Brandenburg an der Havel stattfinden. Die Tagung folgt direkt auf einen Archion-Workshop in Berlin.

Vorläufiges Programm bzw. Plenarthemen des 28. Norddeutschen Kirchenarchivtages 2018:

  • Bewertungsmodelle. Der Evaluationskatalog der AG Bewertung im VdA
  • Normen als Unterstützung bei der Einführung von elektronischen Datenmanagementsystemen
  • Archivrecht, Datenschutzrecht und archivische Praxis
  • Findbuchveröffentlichungen zu den Deposita Perleberg und Brandenburg an der Havel
  • Fortbildungsbedarf im Archiv- und Registraturwesen
  • Arbeitsgruppen:
    – Workshop „Weiterarbeit am Strategiepapier“
    – Workshop „Archivglossar – Grundbegriffe und praktische Anwendungen“

pdf_logo  28. Norddeutscher Kirchenarchivtag (Programm)

Ansprechpartner vor Ort:
Domstiftsarchiv
Dr. Uwe Czubatynski / Konstanze Borowski
Tel.: 0 33 81 / 2 11 22 15
archiv@dom-brandenburg.de
www.dom-brandenburg.de

 

 

Empfehlung zur Papierbeschaffung der Verwaltungen

Blauer Engel und wie weiter?  Empfehlung des Verbandes kirchlicher Archive (VkA) zur Papierbeschaffung der Verwaltungen

Verwaltungen müssen bestrebt sein, ihrem Auftrag zu möglichst umweltverträglichem Wirtschaften durch Verwendung von Recyclingpapier zu entsprechen. Gleichzeitig sind sie verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass das Wirken ihrer Träger dauerhaft dokumentiert wird.

Für eine dauerhafte Dokumentation ist der Einsatz von alterungsbeständigem Papier der DIN EN ISO 9706 Grundvoraussetzung. Denn ausschließlich die Verwendung von Papier, das diese Norm erfüllt, verhindert, dass die Menge entsäuerungsbedürftigen einzigartigen Schriftguts immer größer wird.

„Der Blaue Engel“ und die DIN En ISO 9706 sind unvereinbar. Durch die ausschließliche Verwendung von „einfachem“ Recyclingpapier werden künftigen Generationen ungeheure Folgekosten für die Entsäuerung beschädigten Papieres aufgebürdet. Schäden vermeiden ist allemal wirtschaftlicher als Schäden beheben. Die Entsäuerung von einem laufenden Regalmeter Papier verursacht Kosten zwischen 1000 und 1300 € – das sind Erfahrungswerte aus Staats- und Kommunalarchiven. Außerdem belastet die Herstellung von Recyclingpapier die Umwelt, ein Faktor der häufig übersehen wird.

Die Synthese der beiden scheinbar unvereinbaren Forderungen Umweltverträglichkeit und Alterungsbeständigkeit an die Ressource Papier liegt in der Anschaffung von Papier, das

  • einerseits die DIN EN ISO 9706 erfüllt
  • und andererseits einen möglichst großen Anteil an Altpapier enthält.

Solche Papiere gibt es – und sie sind bezahlbar. Das für die Verwaltung zuständige Archiv kann Bezugsquellen benennen. Alterungsbeständige Papiere müssen allerdings nicht für jeden Zweck verwendet werden – „normales“ Recycling-Papier kann in den Bereichen eingesetzt werden, wo keine langfristige Papiererhaltung geplant ist (z.B. für Aushänge oder Massendrucksachen). Eine Liste der Verwendungsbereiche von Recycling-Papier enthält das Faltblatt des Verbandes kirchlicher Archive (https://vkaekd.files.wordpress.com/2014/08/uwsp_hinweise.pdf).

Es sollten also für alle Verwaltungsstellen beide Sorten Papier angeschafft und das Personal einschlägig geschult werden. Dieses historisch verantwortliche Handeln ist Teil eines umfassenden Umweltkonzepts. Umweltschutz geht uns alle an – die Dokumentation unserer Geschichte ebenso.

Grundsätzlich gilt: Sparsamer Papierverbrauch ist aus ökologischen Gründen unbedingt wünschenswert (z.B. ist die Notwendigkeit von Ausdrucken jeweils zu überlegen, auch das wiederholte Ausdrucken von Ketten-E-Mails ist zu vermeiden).

⇒ Haben Sie noch Fragen? Ihr Landeskirchliches Archiv ist ein zuverlässiger Partner bei der sachgerechten Schriftgutverwaltung in allen Bereichen.

pdf_logo (Beitrag als PDF-Download)

27. Norddeutscher Kirchenarchivtag am 11. und 12. September 2017 in Hofgeismar

Am 11. und 12. September 2017 fand in Hofgeismar der 27. Norddeutsche Kirchenarchivtag statt. 39 teilnehmende Archivarinnen und Archivare aus 24 evangelischen und zwei katholischen Archiven diskutierten drängende Fragestellungen der archivischen Praxis. Wie kann ein angemessener Einsatz interaktiver Medien in kleineren Archiven aussehen? Welche Rolle kann und muss ein Archiv im Rahmen der Einführung eines Document Management Systems (DMS) spielen und welche kann es nicht leisten? Welche konkreten Strategien könnten erfolgversprechend sein in Zeiten, in denen einige Archive bereits so zusammengespart sind, dass sie ihren Auftrag, obwohl er in Archivgesetzen niedergelegt ist, nicht mehr komplett erfüllen können? Ein breit angelegter Workshop suchte nach Lösungsansätzen und praktikablen Wegen in eine Zukunft mit Archiven.

Workshop

Abb.: Workshop „Strategie konkret“ in fünf Themengruppen im Synodalsaal Hofgeismar (Foto: Ralf Gerstheimer)

Und in Hofgeismar wurde eine echte Premiere geboten. Archion2, der deutschsprachige Video-Clip der Kirchenbuchportal GmbH, der in Kooperation mit der Trickfilmklasse der Kunsthochschule Kassel entstanden ist, wurde erstmalig öffentlich aufgeführt:

Der Video-Clip zeigt in einer 90 Sekunden-Geschichte die Möglichkeiten des Portals www.archion.de auf. Das englischsprachige Pendant wurde bereits vor einigen Wochen, rechtzeitig zur International Germanic Genealogy Conference (IGGC), einer Internationalen Tagung für deutsche Genealogie in Minneapolis vom 28. bis 30. Juli 2017, auf Youtube präsentiert: https://www.youtube.com/watch?v=j5OGmOU58EE&t=7s (bisher 1.300mal aufgerufen).

In diesem Jahr wurde in Hofgeismar zum dritten Mal ein Kirchenarchivtag ausgerichtet. Die Gesamtleitung hatte die Leiterin des Landeskirchlichen Archivs Kassel, Bettina Wischhöfer. Vor zwanzig Jahren (1997) fand der 6. Süddeutsche Kirchenarchivtag in Hofgeismar statt und 2002 der 12. Norddeutsche Kirchenarchivtag.

Bremische Kirchengeschichte von der Reformation bis zum 18. Jahrhundert

Pünktlich zum 500. Jubiläum der Reformation und zum Höhepunkt der Lutherdekade ist jetzt die „Bremische Kirchengeschichte von der Reformation bis zum 18. Jahrhundert“ erschienen. Das Buch behandelt die für Bremens Geschichte so wichtige Reformation und die Konfessionalisierung im 16. Jahrhundert und widmet sich dann der bremischen Kirchengeschichte in der reichsstädtischen Zeit.bek2

Mit der „Bremischen Kirchengeschichte von der Reformation bis zum 18. Jahrhundert“ findet zugleich die auf drei Bände angelegte Bremische Kirchengeschichte ihren Abschluss.

Zwischen der „Bremischen Kirchengeschichte im 19. und 20. Jahrhundert“ (1994) und der „Bremischen Kirchengeschichte im Mittelalter“ (2012) wird nun mit dem vorliegenden Band die wichtige chronologische Lücke zwischen der Reformation und dem Ende des 18. Jahrhunderts geschlossen.

Info:
Bremische Kirchengeschichte von der Reformation bis zum 18. Jahrhundert, Band 2,
mit Beiträgen von Ortwin Rudloff (†), Thomas Elsmann, Hans Otte und Hans-Georg Aschoff,
hrsg. von der Bremischen Evangelischen Kirche in Zusammenarbeit mit Konrad Elmshäuser,
Bremen 2017, 592 Seiten, 186 Abbildungen, ISBN 978-3-95494-114-8