Einweihung des Landeskirchenarchivs in Eisenach am 27. März 2014

Grußwort des Verbands kirchlicher Archive zur feierlichen Einweihung des Landeskirchenarchivs in Eisenach am 27. März 2014

Sehr geehrte Frau Landesbischöfin Junkermann, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Frau Dr. Schneider,

ich freue mich sehr, anlässlich der Einweihung des Landeskirchenarchivs in Eisenach zu Ihnen sprechen zu dürfen. Ich tue dies im Namen des Verbands kirchlicher Archive in der EKD.

Der Verband existiert seit gut einem Vierteljahrhundert als Teil der Arbeitsgemeinschaft der Archive und Bibliotheken in der evangelischen Kirche. Ihm gehören rund 60 kirchliche Archive an, gut 40 Prozent davon sind landeskirchliche Archive. Wir arbeiten mit dem Ziel, das Archivwesen in Mitverantwortung für das kulturelle Erbe auf allen Ebenen zu fördern. In Zeiten schwindender Erinnerungskultur hilft der Verband dabei, kirchliche Identitäten für die Zukunft zu sichern.

Es handelt sich heute – wenn ich richtig gezählt habe – um die 20. Einweihung eines Archivneu- oder -umbaus eines oder mehrerer evangelischer Archive in den letzten 25 Jahren.

Das erste in diesem Zeitrahmen zu betrachtende Archiv war 1990 das hier in Eisenach, umgezogen wurde damals in die Kreuzkirche. Die Vorbereitung erfolgte noch zu DDR-Zeiten, mit finanzieller Unterstützung „aus dem Westen“.

1991 wurde in Kiel (um)gebaut, 1994 in Dresden, 1996 in Boppard, 1997 in Kassel und Speyer, 2000 in Wolfenbüttel, Berlin (das Archivzentrum!) und Darmstadt, 2002 in Stuttgart und Magdeburg, 2004 in Hermannstadt (Rumänien) und in Berlin diesmal beim Diakonischen Werk, 2005 in Hannover, 2006 in Schwerin, 2010 in Karlsruhe und in Bielefeld- Bethel (ein Archivzentrum!), 2011 in Hamburg-Ost, 2013 in Nürnberg und jetzt wieder in Eisenach. Eine durchaus beeindruckende Bilanz, die Träger der Archive haben ihre Verpflichtungen, Erinnerungs-Häuser und Orte für ihre Geschichte und Vergangenheit zu bauen, ernst genommen.

In Zeiten zunehmend digital geprägter Realität gibt es auch noch andere Räume, die es zu nutzen gilt. Ich rede hier nicht vom undurchsichtigen „cloud-computing“, sondern meine das Großprojekt unseres Verbands, das sich inzwischen in Form einer GmbH anschickt, alle rund 200.000 evangelischen Kirchenbücher dem geneigten genealogisch interessierten Nutzer im „weltweiten Netz“ zur Verfügung zu stellen. Im Herbst dieses Jahres werden wir in den Live-Betrieb gehen! Unser Portal wird ein sicherer, geschützter Raum sein. Die Herkunft der gebotenen Kirchenbuch-Daten ist erkennbar und die Rechte an den Digitalisaten bleiben in kirchlicher Hand.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Team, liebe Frau Schneider, eine gute Zeit in den neuen Räumlichkeiten hier wie auch – hoffentlich bald – in unseren digitalen Räumen des Kirchenbuchportals – hier wie dort erfolgreiches Arbeiten!

Bettina Wischhöfer

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