Grußwort des Verbands kirchlicher Archive zur Eröffnung der Archive am Bethelplatz am 31. Januar 2011

Sehr geehrter Herr Präses Dr. Buß, sehr geehrter Herr Pastor Pohl,
sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Frau Stockhecke, lieber Herr Dr. Murken,

ich freue mich sehr, anlässlich der Eröffnung der Archive am Bethelplatz, zum einen des Hauptarchivs der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel und zum anderen des Landes-kirchlichen Archivs der Evangelischen Kirche von Westfalen, zu Ihnen sprechen zu dürfen. Ich tue dies als Leiterin des Verbands kirchlicher Archive, aber ein bisschen auch als Leiterin des Landeskirchlichen Archivs Kassel, die in den 1990erJahren in Kassel als Berufsanfängerin einen Archivbau mit zu planen hatte und diesen schließlich 1997 auch einweihen konnte. (Und ich bin immer noch zufrieden …)

Der Verband kirchlicher Archive existiert als seit gut einem Vierteljahrhundert als Teil der Arbeitsgemeinschaft der Archive und Bibliotheken in der evangelischen Kirche. Ihm gehören rund 60 kirchliche Archive an, gut 40 Prozent davon sind landeskirchliche Archive. Wir arbeiten mit dem Ziel, das Archivwesen in Mitverantwortung für das kulturelle Erbe auf allen Ebenen zu fördern. Es gilt, den Professionalisierungsschub der letzten Jahrzehnte mitzunehmen und auszubauen. In Zeiten schwindender Erinnerungskultur hilft der Verband dabei, kirchliche Identitäten für die Zukunft zu sichern.

Herr Prof. Dr. Hey hat bis zu seiner Pensionierung tatkräftig im Verband mitgewirkt. Als ich 1994/95 in die Verbandsleitung kooptiert wurde, habe ich Bernd Hey als sehr aktiven und hilfsbereiten Kollegen schätzen gelernt. Kennen gelernt habe ich ihn schon ein paar Jahre früher. Die Archivreferendare des Staatsarchivs Detmold hatten das Landeskirchliche Archiv Bielefeld im Rahmen ihrer Ausbildung als kirchliches Vorzeige-Archiv besucht und einen sehr beeindruckenden Archivleiter erlebt. Es ist sehr schade und traurig, dass Herr Hey heute bei der Eröffnung nicht mehr dabei ist. Das neu gebaute, moderne Archivzentrum, ein Null-Emissions-Haus mit Platz für 22 laufende Kilometer Archivgut und guten klimatischen Bedingungen hätte ihm sicherlich gefallen.

Es handelt sich übrigens um den dreizehnten und vierzehnten Archivneu- oder -umbau eines evangelischen landeskirchlichen Archivs der letzten 20 Jahre:
1991 Kiel, 1996 Boppard (Nebenstelle von Düsseldorf), 1997 Kassel, 1999 Hannover und Wolfenbüttel, 2000 Berlin-Brandenburg und Zentralarchiv Berlin (wie hier unter Nutzung von Synergie-Effekten als Archivzentrum), 2001 Darmstadt, 2002 Magdeburg und Stuttgart, 2006 Schwerin, 2009 Karlsruhe, Mitte Januar 2011 Hamburg-Ost und jetzt Bielefeld und Bethel. In Nürnberg wird das fünfzehnte Archiv schon lange neu geplant, ab August 2011 gebaut und Mitte 2013 bezogen. Ich meine, die Bilanz kann sich sehen lassen …

Und was machen wir dann? Dann, wenn alle kirchlichen Archive bautechnisch perfekt ausgestattet sind? Keine Angst, dann sind wir nicht arbeitslos, dann widmen wir uns noch intensiver unserem Lieblingsprojekt, einem Kirchenbuchportal im Internet, natürlich – wie Sie sich denken können – öffentlich, digital und professionell. Und an dieser Stelle schaue ich intensiv zu Herrn Winterhoff, dem juristischen Vizepräsidenten der Evangelischen Kirche von Westfalen, der ja auch EKD-Funktionen wahrnimmt …

Ich wünsche Ihnen beiden, liebe Frau Stockhecke und lieber Herr Murken und Ihren Teams eine gute Zeit in den neuen Räumlichkeiten und erfolgreiches Arbeiten!

Bettina Wischhöfer

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