Grußwort des Verbands kirchlicher Archive zum 20. Norddeutschen Kirchenarchivtag in Oldenburg am 31. Mai und 1. Juni 2010

Sehr geehrter Herr Oberkirchenrat Friedrichs, liebe Frau Jens,
sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach Zinnowitz 2007 (ausrichtendes Archiv war damals das Landeskirchliche Archiv der Pommerschen Evangelischen Kirche), Düsseldorf 2008 (Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland) und Hildesheim 2009 (Landeskirchliches Archiv der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers) treffen sich die norddeutschen Kirchenarchive in diesem Jahr in Oldenburg. Ausrichtendes Archiv ist diesmal das Archiv des Evangelisch-Lutherischen Oberkirchenrats. Nach zwei großen kirchlichen Archiven sind wir diesmal wieder zu Gast bei einem kleinen Archiv.

Die großen wie die kleinen Archive haben ein breites Spektrum an Archivarbeit zu bedienen. Es sind eben nicht nur die Kernaufgaben Aufbewahren, Sichern, Erschließen zu erledigen, sondern es ist zunehmend auch den digitalen Herausforderungen zu begegnen. Der Benutzer versteht sich als Kunde und möchte auch so „bedient“ werden.

Das hiesige Archiv des Evangelisch-Lutherischen Oberkirchenrats unter der Leitung von Karen Jens befindet sich da auf einem guten Weg. Der Verband kirchlicher Archive bietet ein gutes Netzwerk – 65 Mitgliedsarchive weist unsere Website http://www.evangelische-archive.de aktuell aus.

Der Verband erfüllt Aufgaben, die von einzelnen kirchlichen Archiven nicht geleistet werden können: etwa bei der Klärung von Grundsatzfragen. Aktuell ist eine EKD-Empfehlung in Kassationsfragen auf dem Weg zur EKD-Kirchenkonferenz.

Das Groß-Projekt des Verbands, das Kirchenbuchportal, ist ebenfalls auf dem Weg in die EKD-Kirchenkonferenz. Wir sind guten Mutes, mit Unterstützung der EKD in den nächsten Jahren ein marktreifes Portal mit digitalisierten Kirchenbüchern zu etablieren, in dem dann nicht nur die großen kirchlichen Archive vertreten sind, sondern eben auch die mittleren und kleinen vorkommen. Der Verband bemüht sich in diesem Projekt auch um die Einbindung der katholischen Archive und um eine internationale Anbindung (www.matricula-online.eu). Erste Erfolge finden alle Interessierten unter http://www.kirchenbuchportal.de mit den Visitenkarten von aktuell 31 Archiven und den Kirchenbuchmetadaten von immerhin sieben Archiven. Am Ende soll ein Portal stehen, das Digitalisate für den interessierten Kunden verfügbar hält, und zwar unter Wahrung der Rechte an den Quellen und den digitalisierten Kirchenbüchern.

Wie gesagt, die Existenzberechtigung des Verbandes basiert auf Projekten wie den eben skizzierten. Kooperation und aktive Teilnahme ist dabei (über)lebensnotwendig – her wie hin. Das Archiv des Oberkirchenrats Oldenburg ist gut in den Verband integriert wie der gerade stattfindende 20. Norddeutsche Kirchenarchivtag anschaulich demonstriert. Der Verband ist auch gern beratend behilflich, sollten die Pfarrarchive der 117 Kirchengemeinden und die Archive der sechs Kirchenkreise in einem angedachten kirchlichen Zentralarchiv untergebracht werden.

Dass sich das hiesige Archiv natürlich auch Partner vor Ort sucht, etwa das Niedersächsische Staatsarchiv Oldenburg, um beim Tag der Archive präsent zu sein, ist schon in Ordnung – dabei sollte es dann aber auch bleiben…

Ich möchte mich zum Schluss ganz herzlich bei Frau Jens und allen, die an der Vorbereitung und Durchführung der Tagung beteiligt waren, bedanken. Mein Dank geht auch an Herrn Oberkirchenrat Friedrichs, der heute die Kirchenleitung vertritt, für die Ausrichtung des Empfangs der Evangelisch-lutherischen Kirche in Oldenburg.

Bettina Wischhöfer

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